Vita Elfriede Lohse-Wächtler (1899-1940)

Elfriede Lohse-Wächtler 1928
Elfriede Lohse-Wächtler 1928

1899

geboren am 4. Dezember 1899 in Dresden-Löbtau

 

1915

Studium an der Kgl. Kunstgewerbeschule Dresden bei Margarete Junge (Fachklasse Mode)

 

1916/18

Studium bei Oskar Georg Erler (Fachklasse Angewandte Graphik)

Auszug aus dem Elternhaus

Lebensunterhalt durch kunstgewerbliche Arbeiten und Lithographien

 

1919/23

Studium an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden bei Otto Gussmann

Freundschaften im Pfemferkreis

Freundschaft mit dem Berliner Dadaisten Johannes A. Baader
Kontakte zur Dresdner „Sezession Gruppe 1919“ mit Otto Dix, Conrad Felixmüller, Otto Griebel und Pol Cassel

 

1921

Heirat mit dem Sänger und Maler Kurt Lohse

 

1925

Umzug nach Hamburg

„Ich bin blöde genug, trotz aller Erfahrungen immer noch zu glauben, dass es doch noch Menschen gibt.“

1925/31

Mitglied in dem von Ida Dehmel gegründeten „Bund Hamburger Künstlerinnen“
Kontakt zur „Hamburgischen Sezession

 

1926

Trennung von Kurt Lohse

 

1929

Nervenzusammenbruch infolge von materiellen und partnerschaftlichen Schwierigkeiten
Einweisung in die Psychiatrie Hamburg-Friedrichsberg,
Entstehen der
Friedrichsberger Köpfe

 

1929/31

Erfolgreiche Ausstellungsbeteiligungen und Einzelausstellungen in Hamburg (u.a. Maria Kunde)


1931

Rückkehr ins Elternhaus nach Dresden wegen materieller und psychischer Probleme

 

1932

Einweisung in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt Arnsdorf mit der Diagnose Schizophrenie

 

1935

Scheidung von Kurt Lohse
Ernennung eines Vormundes
Zwangssterilisation


1940

Deportation in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt Pirna-Sonnenstein
getötet am 31. Juli 1940 im Rahmen der nationalsozialistischen Krankenmordaktion „T4